Bereits zum dritten Mal wurde an der Fachmesse Aqua Pro in Bulle, 20. bis 22. Januar 2010, der Innovationspreis für das beste und innovativste Produkt vergeben. Dieses Jahr ging der Innovationspreis für den Smart Metering Wireless M-Bus Funkempfänger an die Firma GWF MessSysteme AG in Luzern und Crissier. Eine Fachjury hat aus rund zwölf Bewerbungen die Produktinnovation von GWF im Bereich Smart Metering honoriert.
Intelligente Zähler (Smart Meters) ersetzen zunehmend traditionelle Zähler wegen neuer gesetzlicher Anforderungen und Innovationen in der Kommunikationstechnik. Ein liberalisierter Energiemarkt verlangt nach zuverlässigen und schnellen Datentransfers. Herkömmliche Ableseprozesse können weder eine monatliche Ablesefrequenz noch eine exakte Stichtagablesung zu vertretbaren Kosten bieten.
Gefragt ist ein automatisiertes Messdatenmanagement, wie es GWF vom bewährten Messgerät über die Datenkommunikation bis hin zur Schnittstelle in das jeweilige Abrechnungssystem sicherstellt. Die Datenkette umfasst das Messen, Erfassen, Speichern, Transportieren, Übertragen und Auswerten der Daten.
Ein wichtiger Baustein in dieser Kette nimmt der von GWF entwickelte M-Bus-Funk- empfänger ein, welcher von der Fachjury Aqua Pro mit dem Innovationspreis 2010 ausgezeichnet wurde. Mit Hilfe des Funkempfängers können Verbrauchsdaten von Wasser-, Gas- und Wärmezählern an einem zentralen Punkt im Haus empfangen und auf einer genormten Schnittstelle EN13757-3 zur Verfügung gestellt werden. Diese Schnittstelle ermöglicht beispielsweise intelligenten Stromzählern, die Daten auszulesen und an den zentralen Server zu schicken, wo sich Kunden über ein Webportal oder ähnliches ihren täglichen Wasser-, Gas- oder Wärmeverbrauch ansehen können. Mit dem Funkempfänger RR10-M-Bus in Kombination mit dem Funkmodul RCM-PI 2 für GWFcoder®-Wasser- oder Gaszähler entsteht eine «Wireless M-Bus Brücke» wodurch keine aufwändigen Drahtverbindungen durch bestehende Kellerräume zum Wasser- und Gaszähler gezogen werden müssen. Dies ist besonders nützlich, da in der Schweiz die Strom-, Gas- und Wasserzähler in den meisten Fällen in verschiedenen Kellerräumen installiert sind.